Melissas Reisen mit dem Mond

 

Jeden Abend, wenn Melissa ins Bett ging, bat sie ihre Mutter, das Rollo nicht ganz herunterzuziehen. „Bitte lass es unten ein bisschen offen, nur so viel, dass der liebe Mond hindurchscheinen kann“, sagte sie dann, und ihre Augen glänzten, als wären sie voller Vorfreude.

Stella Norden

Ihre Mutter tat ihr den Gefallen lächelnd, obwohl sie nicht verstand, warum ihre kleine Tochter so großen Wert darauf legte. Sie hatte das Kind einmal gefragt:„Soll ich die kleine Lampe anlassen, wenn du dich so vor der Dunkelheit fürchtest?“, doch da hatte das Mädchen entrüstet geantwortet: „Ich fürchte mich doch nicht. Ich will nur den Mond sehen.“

Und so war es tatsächlich: Melissa war erst fünf Jahre alt, doch sie fürchtete sich selten. Vielleicht vor dem großen, schwarzen Hund des Nachbarn – aber den sah sie nur manchmal im Treppenhaus. Eigentlich war ihr das Tier nur unheimlich, weil es einen Maulkorb trug – da musste es doch gefährlich sein. Oder wollte der Nachbar nur verhindern, dass sein Hund ihm widersprach?

Sobald ihre Mutter das Licht ausgemacht und die Zimmertür hinter sich geschlossen hatte, setzte Melissa sich halb im Bett auf und spähte durch den Spalt unter dem Rollo hinauf in den dunklen Himmel. „Pst, hey, Mond, bist du da?“, fragte sie dann jedesmal erwartungsvoll.

Und egal, ob der Himmel sternenklar oder schwer von dräuenden Wolken war, pflegte ihr der Mond von irgendwoher mit leiser, silbern schimmernder Stimme zu antworten: „Ja, Kind, ich bin da. Warte, ich komme zu dir herunter.“

Melissa sah, wie er das tat: Der Mond verließ seinen Platz oben am nächtlichen Himmel, schwebte langsam durch die Luft und glitt lautlos als eine tellergroße, perlmuttglänzende Scheibe unter dem Rollo hindurch auf die Fensterbank. Sein sanfter, silberner Glanz tauchte das Zimmer in unwirkliches Zwielicht. Dann sprang er mit bleistiftdünnen Beinen auf den Holzfußboden vor ihrem Bett, stemmte seine ebenso dünnen Arme in die Seiten und sah Melissa vergnügt an.

„Und, junge Dame, wohin soll es heute Abend gehen?“, fragte er dann, und Melissa fing an, zu überlegen. „Nach Afrika, zu den Elefanten! Oder nein, warte, doch lieber zu den Eisbären an den Nordpol… Nein, jetzt weiß ich es: zum Schlittschuhfahren auf die Milchstraße!“

Wenn Melissa sich entschieden hatte, lächelte der Mond und legte sich flach auf den Boden, machte sich ein bisschen größer, sodass das Mädchen im Schneidersitz auf ihm Platz finden konnte, und dann sagte er sanft: „Augen zu, Kleine!“ und flog mit ihr davon.

Auf ihren Flügen mit dem Mond kam Melissa an die entlegensten Orte und tat die ungewöhnlichsten Dinge. Sie ritt auf schokoladenbraunen Okapis im Kongo und ließ sich von ihnen den dichten, grünen Dschungel zeigen, aus dem raunende Stimmen geheimnisvoll zu ihr sprachen, sie schwamm zusammen mit übermütigen Jaguaren, die ihr zärtliche Prankenschläge versetzten, im Amazonasdelta um die Wette, spielte in Persien Schach mit stolzen Schneeleoparden, vor indischen Tempeln Nüsseweitwerfen mit heiligen Rhesusaffen und in Australien Golf mit Blätter kauenden Kängurus.

Sie hörte auf ihren Flügen die Farben der Sonne rauschen und schmeckte nassgraue Wolken, die im Vorbeiziehen Schattenflecken auf das Land unter ihnen warfen, fragte vorbeifliegende Schwäne: „Wo wollt ihr hin?“, und ihre Stimmen waren wie pfeifender Gesang, wenn sie antworteten: „Nach Dänemark, zu unseren Verwandten…“

Ungezählt waren die Orte, die Melissa nachts mit ihrem Mond besuchte, und er zeigte ihr, wie wunderschön die Erde war. „Du bist ein Teil von allem, von allem ringsherum um dich her“, erklärte der Mond, „genau wie die Antilopen in Afrika, die Berge im Himalaya, die Flüsse in Südamerika und die Kastanienbäume vor deiner Haustür. Du bist nicht allein, sie sind alle deine Brüder und Schwestern. Vergiss das nie…“

Bei diesen Worten fühlte sich Melissa immer sehr glücklich, sie atmete tief die aufregenden, fremden Gerüche um sie herum ein, als wollte sie auf diese Weise von allem etwas mitnehmen und in ihrem Herzen bewahren.

Manchmal besuchte Melissa mit ihrem Mond auch Menschen. Zum Beispiel ihren Bruder Malte, der im Krankenhaus lag, weil er seinen Fußball von der Straße zurückholen wollte und ihn ein Auto dabei angefahren hatte. Zum Glück hatte er nur eine Gehirnerschütterung davongetragen. Melissa vermisste ihn sehr, und so bat sie ihren Mond, sie zu Malte zu bringen.

Sie flogen ganz leise in sein Zimmer, um ihn nicht zu wecken, und Melissa ging auf Zehenspitzen zu ihm ans Bett. „Wird er wieder gesund?“, fragte sie ihren Mond flüsternd, und er antwortete: „Mach dir keine Sorgen um ihn, der wird wieder ganz, so wie ich“, und dann blies er ein wenig kühles Mondlicht in Maltes Gesicht und lächelte liebevoll. „Das lindert seine Kopfschmerzen“, erklärte er.

Der Mond machte Melissa immer wieder Mut. „Es gibt nichts, wovor du Angst haben müsstest, du bist ein sehr kluges, mutiges Mädchen“, versicherte er ihr immer wieder, und genauso oft wiederholte er: „Du bist nicht allein, sondern ein Teil dieser Welt, bist wie ein Tropfen Wasser im Ozean, wie ein Ton in einem großen Lied – einem Lied, das niemals endet. Sing einfach mit.“

Und weil Melissa fühlte, dass ihr Mond es gut mit ihr meinte und die Wahrheit sagte, sang sie den ganzen Tag. Sie war wirklich ein sehr glückliches Kind.

Als Melissa in die Schule kam, erzählte sie manchmal von ihren nächtlichen Erlebnissen und musste enttäuscht feststellen, dass man ihr nicht glaubte, ja, sie auslachte und verspottete. Die Lehrer hielten sie für eine Träumerin, für ein Kind, das viel Fantasie hatte, aber nur mäßige Leistungen erbrachte, und das schrieben sie auch in ihr erstes Zeugnis. Sie tadelten Melissa, sagten, sie solle lieber mehr im Unterricht aufpassen, und so hörte sie auf, von ihren Reisen mit dem Mond zu sprechen. Und weil ihre Nachmittage verplant waren mit Nachhilfeunterricht und verschiedenen Lernkursen, hatte sie keine Zeit mehr zum Träumen und vergaß mit den Jahren ihren Mond ganz und gar.

Sie wurde erwachsen, lernte einen Beruf, heiratete und bekam Kinder. Ihr Leben war ein ganz normales Leben, wie es die Leute heutzutage so führen, es bestand aus ihren täglichen Pflichten, Kindererziehung und Kontakten mit Freunden, Kino- und Restaurantbesuchen. Und wenn sie manchmal spätabends mit ihrem Mann spazieren ging und der Mond am Himmel schien, dachte sie an ihn wie so viele andere Menschen auch: Er war nur ein kalter, toter Gesteinshaufen, der den Planeten umkreiste, auf dem sie stand.

Doch seit ihrer Schulzeit wurde sie das Gefühl nicht los, etwas unendlich Schönes verloren zu haben, etwas, das ihr Mut und Kraft im Leben gegeben hatte, weil es ihr eine tröstliche Gewissheit gegeben hatte, deren Bedeutung sie nicht mehr wusste.

Am Anfang merkte sie es kaum. Aber im Laufe der Jahre wurde es immer schlimmer, als würde der Verlust immer größer, und sie hatte das Gefühl, als ob sich immer mehr Teile ihrer Selbst auf die Suche nach diesem verlorenen Etwas machten. Immer mehr spürte sie, dass sie sich selbst verlor. Und so blieb es nicht aus, dass sie sich eines Tages ganz leer fühlte.

Das Loch in ihr war schwarz und tief geworden, und haltlos fiel sie dort hinein.

An manchen Tagen war es so schlimm, dass sie einfach nur dasaß und sich nicht bewegen konnte, als hinge sie fest in diesem großen schwarzen Nichts, das ihr jede Hoffnung nahm. An anderen Tagen hingegen fühlte sie sich wie von Gott verlassen und weinte, weil sie sich, sogar unter Menschen, entsetzlich einsam fühlte. Familie und Freunde konnten sie nicht aufmuntern, sie zog sich von ihnen zurück, weil sie ihre Ratschläge nicht mehr ertragen konnte. Auch die Restaurantbesuche machten ihr keine Freude mehr, denn sie hatte keinen Appetit mehr und zog es vor, früh ins Bett zu gehen, denn sie schlief sehr schlecht und war ständig sehr müde.

Sie fühlte sich durch und durch krank und ging zum Arzt, der ihr Tabletten verschrieb, die sie die Traurigkeit nicht so spüren ließen. Sie spürte, wie sich erst ihr Herz, dann ihr ganzer Körper schmerzhaft zusammenkrampfte, als wollte er das schwarze Loch innen drin zusammendrücken. So ging das über mehrere Jahre, und Melissa verlor die Lust am Leben ganz und gar.

Es war in einer dieser Nächte, als sie wieder einmal dalag und nicht schlafen konnte. Die Jalousie war fast ganz hinuntergezogen, durch den übrig gebliebenen Spalt schimmerte Mondlicht. In Melissa stieg eine unbestimmte, vage Erinnerung an etwas Wunderbares auf, das sie als kleines Mädchen verloren hatte. „Mein Mond“, flüsterte sie zögernd, erinnerte sich völlig unerwartet an ein überwältigendes Gefühl von Freude aus ihrer Kindheit.

Melissa vermeinte, ein leises, doch deutlich vernehmbares Läuten von Glocken zu hören, ein feines, silbriges Klirren, und dann schob sich behutsam eine perlmuttschimmernde, tellergroße Scheibe durch den Spalt unter der Jalousie hindurch und füllte den Raum mit sanftem, mondweißen Licht. Sie sprang auf den Boden, stellte sich aufrecht hin, stemmte die Hände in die Seiten und sagte sanft: „Du bist groß geworden, Melissa.“ Dann legte sie sich lächelnd auf den Boden, vergrößerte sich um einiges und bat Melissa, sich im Schneidersitz auf sie draufzusetzen.

„Mein Mond“, sagte Melissa wiederum nur, überwältigt von plötzlich aufsteigenden Erinnerungen, und der Mond sagte liebevoll: „Mach die Augen zu, Kleine“, und dann flog er mit ihr davon. „Wohin geht die Reise?“, fragte Melissa unterwegs mit klopfendem Herzen, und der Mond antwortete: „Zu den schönsten Orten dieser Erde, damit du wieder verstehst, dass du ein Teil von ihr bist. Das hast du vergessen, und deshalb bist du krank geworden.“

Melissa schwamm mit Jaguaren im Amazonasdelta, ritt im Kongo auf Okapis durch den Dschungel, spielte in Persien Schach mit Schneeleoparden, vor indischen Tempeln Nüsseweitwerfen mit heiligen Rhesusaffen und in Australien Golf mit Kängurus, hörte das Rauschen der Sonne, schmeckte vorbeiziehende Wolken und wurde gesund.

https://buergerstimme.com/Design2/2016/12/melissas-reisen-mit-dem-mond/

 

Friedensvertrag? Nein, danke! Gespräch zwischen Martin Hylla und Kai Orak 20.10.16

Wissenschaft3000 ~ science3000

Veröffentlicht am 20.10.2016

Ist die Forderung nach einem Friedensvertrag ein Weg in die Unabhängigkeit oder manifestiert er die Unfreiheit? Ist der Schritt zur Verfassung von 1871 überhaupt nötig oder ein Denkfehler? Wie wird Deutschland wirklich souverän und frei? Über diese Frage unterhalten sich Martin Hylla und Kai Orak vom Politischen Stammtisch Hannover.

Muss das wirklich unbedingt so sein, dass ein Friedensvertrag unbedingt wieder Belastungen bringt – warum soll das so sein – ich habe es eigentlich nicht verstanden? Dass man es versuchen würde ist klar, aber solange ein Friedensvertrag nicht angeboten wurde, wissen wir nicht welche Bedingungen es dazu geben wird.

Die Verfassung von 1871 ist auch in meinen Augen gestrig und daher unsinnig. Letztlich bleibt also nur noch eine Verfassung gebende Versammlung mit Staats-Neugründung.

Frieden auf irgendeine Weise muss aber dennoch irgendwie geschaffen werden!!!

Schuld woran soll denn Deutschland schuld sein?
Deutschland hat den Krieg verloren, weil sich…

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Die Neujahrsansprache der Rautenratte

glauben_ist_nicht_wissen

Die Neujahrsansprache der Rautenratte im Wortlaut und farblich gekennzeichnet meine ungefragten Äußerungen dazu.

«Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

Was soll das denn? Gestern Pack und heute die Lieben? Oder meint sie etwa das deutscheVolk gar nicht?

2016 war ein Jahr schwerer Prüfungen. Darüber möchte ich heute Abend zu Ihnen sprechen – aber auch darüber, warum ich trotz allem für Deutschland zuversichtlich bin und warum ich so sehr von den Stärken unseres Landes und seiner Menschen überzeugt bin.

Soll sie meinetwegen von der brd reden, aber selbst dann ist es immer noch unglaubwürdig.

Die schwerste Prüfung ist ohne Zweifel der islamistische Terrorismus, der auch uns Deutsche seit vielen Jahren im Visier hat. 2016 griff er uns mitten in unserem Land an: in Würzburg, in Ansbach und vor wenigen Tagen erst am Weihnachtsmarkt hier an der Gedächtniskirche in Berlin.

Falsch. Die schwerste Prüfung hatten wir schon am 22.11.2005 – wird Zeit daß man…

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Wir wünschen allen unseren Lesern und Leserinnen eine Guten Rutsch ..

frohes-neues-jahr-1.. und ein gesundes neues Jahr 2017 !

Das Team von Volksbetrug

Also die ReGIERung der BRD Verwaltung ist zu blöd unsere Grenzen gegen Invasoren
und Terroristen zu schützen , aber verheizt unsere Polizei zu Silvester.

Ja Leute mit den Wünschen ist auch Rumnerven verbunden.

Entschuldigt , Leute , Wir können einfach nicht anderst. 😉

Die Sicherheitskonzepte von Polizei und Bundespolizei zu Silvester 2016/2017 in München

Silvester 2015/2016 war durch zwei Ereignisse geprägt: die sexuellen
Massenübergriffen auf Frauen vor dem Kölner Dom und die Terrorwarnung
für den Hauptbahnhof und den Pasinger Bahnhof in München.

Und hier mal 2 Feuerwerke der Extralative :

London Fireworks 2016

Dubai New Year’s Fireworks

https://www.youtube.com/watch?v=mGgK9dQjB6A

Asylpolitik : Erhebliche Rechtsverstöße durch die Bundesregierung

 

Die Flüchtlingsentscheidungen der Bundesregierung verstoßen gleich gegen
mehrere Gesetze, kritisiert der Verfassungsrechtler Prof. Rupert Scholz.

Das Abkommen von Dublin wurde missachtet eben so wie der Vertrag von Schenken,
das Asylverfahrensgesetz und den Asylartikel selbst, so der Jurist.

Im Interview begründet er, warum eine Klage vor dem
Bundesverfassungsgericht seiner Meinung nach Chancen hätte.

Berlin-Anschlag erfolgreich: Hetzjagd auf Tunesier hat begonnen — Jasminrevolution

Gerd R. Rueger Warum schon wieder ein Tunesier? Diese Frage beschäftigt viele Menschen nach dem Berliner Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt, der zwölf Todesopfer forderte. Antwort: Tunesiens Jugend ist Ziel einer unbeschreiblichen Propaganda-Offensive, die bei zugleich verweigerten Investitionen auf eine resignierende Bevölkerung trifft. So finden sich dort viele, die den ausgefeilten Lockungen des Al-CIAida-Komplexes erliegen. Anis Amri […]

über Berlin-Anschlag erfolgreich: Hetzjagd auf Tunesier hat begonnen — Jasminrevolution

Warum wir uns keinen „Guten Rutsch“ wünschen

von http://www.der-dritte-weg.info

 

Es ist mittlerweile schon zur Gewohnheit geworden, dass man seinen Freunden, Arbeitskollegen und Bekannten einen “guten Rutsch”, zwischen den Jahren, wünscht! Manch Einer glaubte vielleicht, dass ein guter Rutsch etwas mit der Jahreszeit Winter, in der es glatt und kalt ist, zu tun hat. Weit gefehlt! Was die Meisten nicht wissen ist, dass der “gute Rutsch” aus dem jüdischen stammt und nichts mit dem deutschen Kulturwesen zu tun hat! Es ist beschämend, dass wir Deutschen dies als “Glückwunsch” benutzen. Auch in volkstreuen Kreisen wird dies durch Unwissenheit viel zu oft verwendet. Dies möchten wir beenden!

Woher stammt der “Gute Rutsch” nun?

Die Welt schreibt am 1.1.2012 hierzu: „Das jüdische Neujahr heißt Rosch ha Schanah, wörtlich übersetzt „Kopf des Jahres„. Auf Jiddisch wünscht man sich in der Zeit vor und nach dem Feiertag „a git Rosch“ (einen guten Kopf). Man kann davon ausgehen, dass der „gute Rutsch“ aus einem weitläufig missverstandenen „git Rosch“ entstand.

Der erste Jahrestag im jüdischen Kalender ist der “Rosh ha-Shana”. Im Jüdischen und später auch im Deutschen verwandelte sich “Rosh” allmählich in “Rutsch”, was heute missverstanden wird. Mit dem jüdischen Neujahrsfest wird eine Zeit der Reue und Umkehr eingeleitet, die am Yom Kippur, dem Versöhnungstag, endet. Während eine Vielzahl jüdischer Feiertage ihren Ursprung aus historischen Ereignissen haben, sind “Rosh ha-Shana” und “Yom Kippur” religiöse Feste.

Nach der Tradition wird am Rosh ha-Shana (=Beginn des Jahres) das Buch des Lebens aufgeschlagen und ein Urteil über den Lebenswandel der Menschen geschrieben. Die darauf folgenden zehn Tage dienen der Reue, Umkehr und Versöhnung. Streitigkeiten und Unfrieden sollen beseitigt und schlechte Gedanken bereut werden. Der “Yom Kippur”, ist das höchste religiöse Fest im Judentum. An ihm wird das Urteil besiegelt und das Buch geschlossen. Als Erkennungsmerkmal dieser “heilgen, jüdischen Zeit”, werden während dieser Dauer die Synagogen in weißer Farbe gehalten. Am Tag des “Yom Kippur” wird aus dem Buch Jona gelesen: “Der Prophet Jona sprach vor den Bewohnern der Stadt Ninive vom göttlichen Strafgericht. Die Menschen bereuten ihre Sünden und wurden gerettet.”

Was bedeutet dies nun für uns?

Wer an Silvester einen guten Rutsch wünscht, wünscht dem Anderen nichts anderes, als einen guten, reuevollen und jüdischen Jahresbeginn. Dies entspricht weder unserem Kulturkreis noch unserem Brauchtum. Daher wünschen wir allen aufrechten Deutschen einen guten Start ins Kampfjahr 2017.

http://www.der-dritte-weg.info/index.php/menue/1/thema/69/id/6980/akat/1/infotext/Warum_wir_uns_keinen_Guten_Rutsch_wuenschen/Politik_Gesellschaft_und_Wirtschaft.html