Eskalation In Syrien: Putin gelobt, jedes Flugzeug, das die Syrische Armee bedroht, abzuschiessen. Vernichtet anfangsweise eine NATO/israelische Kommandozentrale. 30 Tote

by Anders

Wie ich bereits  heute schrieb, eskaliert die Lage in Syrien auf eine militärische Konfrontation zwischen Russland und den USA / NATO / Israel zu, die den ISIS gegen die syrische Regierung und Russland befehligen.

Putin  rächt sich nach dem NATO-Angriff auf syrische Regierungstruppen am 17. Sept., einem Angriff, der den ISIS-Kriegern freie Bahn für einen Frontalangriff auf syrische Truppen-Einheiten verschaffte und 62 Syrer das Leben kostete (New York Times 17 Sept. 2016). Die Russen haben durch ihre Sputnik-Kundgabe (sehen Sie unten) klar gemacht,  sie wussten, dass sie auf NATO-Soldaten zielten.
Da der Angriff so vertuscht mitgeteilt wurde, muss er als eine starke Warnung an die NATO zu sehen sein. Klar wird aber auch Putins künftige Null-Toleranz gemacht – so eine Konfrontation mit der NATO scheint unausweichbar, es sei denn, die NATO hört mit ihren Luftangriffen auf – was leider undenkbar ist.

YourNewsWire 23 Sept. 2016: Raketen von russischen Kriegsschiffen in syrischen Küstengewässern  schlugen in eine militärische Kommandozentrale  in der Nähe von Aleppo ein und töteten 30 israelische, US, saudi-arabische und britische Offiziere die angeblich ISIS-Kämpfer in Syrien mit Nachrichten und Unterstützung beliefern, so verlautet es.

Der tödliche Angriff kam, nachdem Wladimir Putin neue “Einsatzregeln”  in Syrien erteilt hat, in denen er schwört,  jedes Flugzeug, das die syrische Armee auf syrischem Land bedroht, “abzuschießen”.

Al Masdar 20 Sept. 2016“Russische Kriegsschiffe haben Kaliber-Raketen auf den Kommandoposten der Terroristen im Westen Aleppos abgefeuert, wo türkische, saudi-arabische, israelische, britische und US-Offiziere im Einsatz sind, um ihre Operationen zu unterstützen,”  berichtete die Sputnik News Agency am Dienstag, “.

Fars News 21 Sept. 2016:  “Die russischen Kriegsschiffe feuerten drei Kaliber Raketen auf die Koordinations-Zentrale” ausländischer Offiziere in Dar Ezza Region im westlichen Teil von Aleppo in der Nähe von Sam’an Berg, und töteten 30 israelische und westliche Offiziere”, so zitierte  der Arabische Sprachdienst der Sputnik Nachrichtenagentur Russlands eine Schlachtfeld-Quelle in Aleppo  am Mittwoch (22. Sept.).
Die ausländischen Beamten, die in der  Aleppoer Kommandozentrale  getötet wurden, lenkten die Angriffe der Terroristen in Aleppo und Idlib”.

Bestätigt durch  die  Arabischen Sputnik News  der russischen Regierung am 23 Sept. 2016 

arabic-sputnik

 

 

 

 

 

 

 

http://new.euro-med.dk/20160923-eskalation-in-syrien-putin-gelobt-jedes-flugzeug-das-die-syrische-armee-bedroht-abzuschiessen-hat-anfangsweise-eine-natoisraelische-kommandozentrale-vernichtet-30-tote.php

Gegen den Willen der Bevölkerung : Atomwaffen in der Bundesrepublik

 

Auch in Deutschland sind US-amerikanische Atomwaffen stationiert. Obwohl die
Bevölkerung fast einstimmig Nuklearwaffen ablehnt, will Bundeskanzlerin Merkel
nichts daran ändern. RT-Reporterin Maria Janssen hat sich zu diesem Thema mit
Angelika Wilmen, Pressesprecherin von IPPNW, und Willy Wimmer, Staatssekretär
a.D im Verteidigungsministerium, getroffen.

USA drohen syrischer Regierung: “Kooperiert mit uns oder es passieren noch mehr Unfälle” — Gegen den Strom

19.09.2016 https://deutsch.rt.com Quelle: Sputnik An ein pures “Versehen” mag im Zusammenhang mit den Luftangriffen auf syrische Truppen bei Deir ez-Zor auch die so genannte “Opposition” nicht wirklich zu glauben. Ein Scheitern des Waffenstillstands würde für US-Strategen neue Optionen schaffen. Seit dem Angriff von Koalitions-Kampfjets auf syrische Truppen mit rund 100 Toten am Samstag in Ostsyrien ist […]

über USA drohen syrischer Regierung: “Kooperiert mit uns oder es passieren noch mehr Unfälle” — Gegen den Strom

Ron Paul: Warum schicken wir dem reichen und mächtigen Israel 38 Milliarden Dollar?

von: N8Waechter

Ron Paul: Warum schicken wir dem reichen und mächtigen Israel 38 Milliarden Dollar?

Von Ron Paul

Ron Paul Weekly ColumnDie Bekanntgabe eines alle Rekorde brechenden US-Hilfepakets für Israel in der vergangenen Woche unterstreicht, wie gefährlich töricht und wirklichkeitsfremd unsere interventionistische Außenpolitik ist. In den kommenden zehn Jahren wird der US-Steuerzahler gezwungen, ganze $ 38 Milliarden an Militärhilfe an Israel zu bezahlen. Wir können es uns nicht leisten, dieses Geld an ein Land zu geben, welches keinerlei Unterstützung zur Aufrechterhaltung seines Status als mächtigste Militärmacht im Mittleren Osten benötigt.

Jedwede US-Auslandshilfe ist unmoralisch und kontraproduktiv. Wie ich oft gesagt habe, ist es Geld, welches den armen Menschen in den USA genommen und an reiche Menschen in Übersee gegeben wurde. Diese Hilfsgelder der USA gehen an Regierungen im Ausland, die es nach Gutdünken einsetzen. Oft genug werden diese Gelder unverblümt gestohlen oder sie gehen an die politisch Verbandelten im Empfängerland.

Genau so schlimm ist die Tatsache, dass ein Großteil dessen, was wir “Auslandshilfe“ nennen, in Wirklichkeit eine Stütze für die Wohlhabenden hierzulande ist. Das Hilfepaket für Israel ist ein sehr gutes Beispiel. Laut der Vereinbarung werden diese $ 38 Milliarden an US-Waffenhersteller fließen. Die wahren Profiteure sind also nicht die Menschen in Amerika, noch nicht einmal die Bürger Israels, die wahren Profiteure sitzen im militärisch-industriellen Komplex in den USA. Vielleicht wird das Geld Washington nicht einmal verlassen – es könnte auch einfach quer durch die Stadt geschickt werden, von der FED direkt zu den Bombenherstellern an der Ringautobahn.

Während bereits US-Hilfsgeldern an verzweifelt arme Länder aufgrund moralischer und praktischer Gründe widersprochen werden sollte, so ist es noch schwerer zu verstehen, dass die USA relativ reiche Länder unterstützt. Mit einem nominellen Pro-Kopf-BIP von über $ 35.000 ist Israel reicher als Japan, Italien und Süd-Korea. Vor nicht allzu langer Zeit hat der Business Insider einen Bericht des “Institute for the Study of War“ veröffentlicht, welcher aufzeigt, dass Israel die mächtigste Militärmacht im Mittleren Osten ist. Wir wissen, dass sie hunderte von Atomwaffen haben, dazu eine hochentwickelte Luftwaffe, Drohnen und selbst mit Nuklearwaffen bestückte U-Boote.

Warum also geben die USA einem reichen und ausgesprochen gut bewaffneten Land einen Rekordbetrag als Militärhilfe?

Zum Teil liegt das daran, dass die US-Regierung glaubt, sie könne Israel so nötigen auf Washingtons Geheiß im Mittleren Osten zu agieren. Wenn überhaupt, so subventioniert die US-Hilfe die Verletzung der Menschenrechte in Gaza und andernorts durch die Israelis.

Ein weiter Grund ist die mächtige Lobby in Washington, AIPAC, welche die Kongressmitglieder unter Druck setzt, sich auf Israels Interessen anstatt auf US-Interessen zu konzentrieren. Die Kongressmitglieder sollten sich einmal unsere Wirtschaft ansehen; mit effektiven Nullzinsen, einer kraftlosen Nicht-Erholung vom Crash 2008, historisch niedriger Erwerbsquote und einer Inflation, die den Wert des Dollars erodiert. Sie sollten zu der Schlussfolgerung kommen, dass dies womöglich nicht die beste Zeit dafür ist, Milliarden von Dollars an Auslandshilfe zu vergeben. Leider ist es für die meisten Kongressmitglieder unmöglich, speziellen Interessengruppierungen wie AIPAC gegenüber Nein zu sagen.

Hier ein besseres Hilfspaket für Israel: freier Handel, Reisen, freundschaftliche Beziehungen und keine Verwicklungen in Allianzen. Israel sollte es freistehen, seine nationalen Interessen zu verfolgen und uns sollte es freistehen, die unsrigen zu verfolgen. Falls einzelne Amerikaner sich genötigt sehen, Israel oder irgendein anderes Land in Übersee zu unterstützen, dann sollte ihnen das erlaubt sein. Der Rest von uns sollte jedoch nicht dazu gezwungen werden. Handel, keine Hilfsgelder.

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>>> zum englischsprachigen Original-Beitrag

Übersetzung aus dem Englischen vom Nachtwächter

http://n8waechter.info/2016/09/ron-paul-warum-schicken-wir-dem-reichen-und-maechtigen-israel-38-milliarden-dollar/

USA bestehen auf Geheimhaltung von Deal mit Russland zu Syrien

 

Wäre die Lage nicht so ernst, könnte man darüber schmunzeln. Russland hatte am Donnerstag eine Sitzung des UN-Sicherheitsrates für die nächste Woche beantragt, der den vielgelobten russisch-amerikanischen Deal zu Syrien mit einer Resolution unterstützen und zu verbindlichem internationalen Recht machen sollte. Im Grunde waren die USA damit auch einverstanden, wenngleich sie offenbar einige substantielle Änderungswünsche am russischen Resolutionsvorschlag hatten.

Der mit den USA in der NATO verbündete und mit Al Kaida in Syrien verbandelte EU-Staat Frankreich erklärte, ohne den genauen Text der russisch-amerikanischen Vereinbarung zu kennen, könne Frankreich einer Resolution darüber nicht zustimmen, und das, obwohl Frankreich genau wie EU-Offizielle und andere führende EU-Staaten den russisch-amerikanischen Deal noch vor einer Woche explizit unterstützt hatte.

Was dann passierte, war geradezu grotesk. Mark Toner, der stellvertretende Sprecher des US-Außenministeriums, erklärte auf der Pressekonferenz am Donnerstag auf die Frage eines Journalisten, warum die USA den Text der Vereinbarung vor dem Verbündeten Frankreich geheimhalten, dass das Abkommen sensible Punkte enthalten, die die Sicherheit moderater Oppositionskräfte betreffen, weil die bei Bekanntwerden des Textes des Abkommens von Regierungskräften angegriffen werden könnten, und US-Außenminister John Kerry habe ja bereits gesagt, dass der Text geheimgehalten werde, damit das Abkommen nicht von Spielverderbern oder Möchte-Gern-Spielverderbern missbraucht oder missinterpretiert werden kann.

 

 

Auf Nachfrage eines Journalisten, ob Frankreich denn ein Möchte-Gern-Spielverderber sei, beeilte Mark Toner sich dann, herumzueiern, dass das natürlich nicht der Fall sei, aber der Text des Abkommens trotzdem geheimgehalten werden soll. Toners erklärende Behauptung, die Geheimhaltung schütze moderate Oppositionskräfte vor Angriffen durch die syrische Regierung, ist natürlich reiner Quatsch, denn der mit Syrien verbündete Staat Russland kennt als Partei selbstverständlich den vollen Text, und Syrien hat ebenso längst klargemacht, dass der Text des Abkommens vor der russisch-amerikanischen Einigung mit Damasksus abgestimmt wurde. Es lohnt sich durchaus, sich die ganzen ersten 20 Minuten der Pressekonferenz von Mark Toner anzuschauen, denn das Spektakel eines so bizarren Rumgeeiern ist selbst für US-Standards bemerkenswert. Auf eine weitere Nachfrage eines Journalisten, was denn sei, wenn Russland den Text des Abkommens anderen Seiten zur Verfügung stelle und damit die Geheimhaltung breche, antwortete Toner beispielsweise, dass er dazu nichts sagen kann, weil er nicht für Russland sprechen könne.

Russland nahm jedoch am Freitag erstmal Rücksicht auf den US-Wunsch nach Geheimhaltung des Abkommens, und stornierte die vorbereitete UNO-Sicherheitsratssitzung zu Syrien, weil Russland glaube, Mitglieder des UNO-Sicherheitsrates nicht um Unterstützung eines Dokumentes bitten zu können, das sie nicht gesehen haben, wie der russische Botschafter bei der UNO, Vitaly Churkin, sich ausdrückte. Der russische Präsident Putin setzte am Samstag nach und erklärte dazu, der wirkliche Grund, warum die USA die Geheimhaltung des Abkommens wünschen würden, sei, dass bei einer Offenlegung des Abkommens diejenigen, die sich nicht daran halten, in das Scheinwerferlicht geraten würden.

Praktisch sieht es auf dem Boden in Syrien so aus, dass die von den USA als moderate Opposition unterstützten bewaffneten Kräfte täglich Dutzende Waffenstillstandsbrüche begehen, die zwischen Russland und den USA vereinbarten UNO-Hilfslieferungen für Ost-Aleppo über die Kastello-Straße genauso strikt ablehnen wie die ebenfalls vereinbarte Trennung „moderater Oppositionskräfte“ von Al Kaidas Nusra Front und die USA praktisch keinen Einfluss auf die von ihnen als moderate Opposition unterstützten bewaffneten Kräfte in Syrien haben.

Kaum etwas macht deutlicher, wie gering der US-Einfluss auf die von ihnen unterstützten angeblich moderaten Rebellen in Syrien wirklich ist, wie die jüngste Episode in Al Rai 40 Kilometer nordöstlich von Aleppo, wo sogenannte moderate FSA-Rebellen gerade einen Trupp ihnen zur Hilfe im Kampf gegen ISIS entsandter US-Spezialkräfte unter wüsten Beschimpfungen als Ungläubige, Hunde und Kreuzzügler-Schweine zum Teufel jagten:

 

 

Mark Toner weiß auch diesbezüglich natürlich wieder mal von nichts, aber das ändert nichts daran, dass der Vorfall sehr deutlich demonstriert, dass die USA praktisch keinen Einfluss auf die vorgeblich moderaten Rebellen haben, die sie in Syrien unterstützen. Grotesker als das rumeiernde Geschwafel von Mark Toner ist eigentlich nur noch das seines obersten Bosses Obama, der den bewaffneten Oppositionskräften am Freitag in Aussicht stellte, den ihnen verhassten amerikanisch-russischen Deal zu Syrien zu stornieren, falls es nicht zu Hilfslieferungen und einem mindestens sieben Tagen währenden Waffenstillstand komme.

Interessant dürfte es nun werden, welche Konsequenzen im russischen-amerikanischen Deal zu Syrien für „bewaffnete Oppositionskräfte“ vereinbart wurden, die sich von den USA nicht zur Einhaltung des Deals beeinflussen lassen. Dem folgend, was Mark Toner am Donnerstag gesagt hat, scheint es so zu sein, dass vereinbart ist, dass alle bewaffneten Oppositionsgruppen, die sich nicht klar und auch räumlich von Al Kaidas Nusra Front distanzieren, mit Errichtung des russisch-amerikanischen „Implementationszenrtums“ – was eigentlich für sieben Tage nach Beginn des Waffenstillstandes vorgesehen war, aber seitdem schon wieder nach hinten verschoben wurde, zu gemeinsamen russisch-amerikanischen Zielen werden. Freilich darf bezweifelt werden, ob die USA sich an den Deal halten werden, wenn es um die Sanktionierung der von ihnen unterstützten „moderaten Terroristen“ geht, aber noch scheint Russland es für vorteilhaft zu erachten, zumindest so zu tun, als ob damit zu rechnen wäre. Wenn dann klar ist, dass die USA ihre Seite des Deals wieder mal nicht einzuhalten gedenken, können die USA sich jedenfalls kaum noch beschweren, wenn die russischen, iranischen und syrischen Streitkräfte sowie ihre Partner die Terroristen in Syrien ohne Rücksicht auf die Meinung der USA so eliminieren wie sie das für richtig halten.

Nachtrag 21:00h: Während dieser Artikel geschrieben wurde, kam die Nachricht, dass vier US-geführte Koalitionsflieger von Irak aus kommend nahe Deir Ezzor Luftangriffe gegen die syrische Armee geflogen sind, wodurch 62 syrische Soldaten getötet und mehr als 100 weitere verletzt worden sein sollen, und woraufhin es ISIS-Terroristen gelungen sein soll, eine wichtige Bergstellung einzunehmen. Von einem Versehen wird man da kaum glaubhaft reden können, denn es ist völlig unverständlich, was Flieger der US-geführten Koalition überhaupt in der Nähe syrischer Armeepositionen bei Deir Ezzor zu suchen haben.

https://nocheinparteibuch.wordpress.com/2016/09/17/usa-bestehen-auf-geheimhaltung-von-deal-mit-russland-zu-syrien/

Russland und China bereiten Krieg auf US-Territorium vor

Von Anonymous

Erbitterte Konkurrenten und bald auch Kriegsgegner? Barack Obama und Wladimir Putin

 

Russland und China werden den drohenden militärischen Konflikt mit Washington womöglich auf US-Territorium austragen. Darauf deuten die militärischen Aktivitäten beider Länder in den letzten Wochen und Monaten hin. Erste militärische Großverbände wurden bereits in Schlagweite zu den US-amerikanischen Landesgrenzen positioniert.

von Niki Vogt

Die russische Föderation hatte vom 5-10 September eine der größten jemals durchgeführten Militär-Übungen, „Caucasus 2016“ angesetzt. In diese Wehrübung waren 120.000 Soldaten und zivile Offizielle eingebunden. Laut der russischen Nachrichtenagentur TASS fand das Ganze in direkter Nachbarschaft zur Halbinsel Krim statt. Es seien nie mehr als 12.500 Personen zur selben Zeit an der Übung beteiligt gewesen, teilte der Chef des Russischen Generalstabs, Valery Gerasimov, am Freitag mit. Es waren auch Ministerialbeamte und Angehörige der russischen Zentralbank mit einbezogen. Gerasimov beschrieb die Übungen als „intensives, militärisches Training“. Es sei ein harter Test Test für Kommandeure aller Ränge gewesen, habe auch die militärischen Kontroll-Organisationen einer harten Prüfung unterzogen und ihre Fähigkeiten getestet, Operationen der Vereinigten Streitkräfte untereinander zu koordinieren.


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Schon die schiere Größe der Übung und die gewählte Region kann, ohne daß das explizit betont wurde, als eine deutliche Warnung an den Westen gewertet werden, die Frage der „Annexion der Krim“ und die Geduld Rußlands im Donbass nicht über Gebühr zu strapazieren. Gleichzeitig ist zu erfahren, daß bis 2018 eine Küstenverteidigung am äußersten Ostzipfel Rußlands aufgebaut werden soll. Eine Woche vor Beginn der Übung „Caucasus 2016“ mit gewaltigem Material- und Personalaufwand, bestätigte der russische Verteidigungsminister Shoigu die Pläne für einen Aufbau einer speziellen Truppeneinheit in der Region Chukotka. Die Entscheidung dazu datiert aus 2015 und ist „Teil eines Plans zur Einrichtung eines vereinheitlichten Systems der Küstenverteidigung von der Arktis im Norden bis zum Premorja-Territorium im Süden“. Dies soll sowohl die Kurilen und die Beringsee sichern als auch die Routen der Flotten im Pazifik abdecken und somit auch die Kampfkraft der nuklear-strategischen Seestreitkräfte erhöhen. Die neuen Divisionen sollen die Verteidigung der nur äußerst dünn besiedelten Regionen der Ostküste der Russischen Föderation sicherstellen.

Mehr wird in der Verlautbarung dazu nicht gesagt. Wirkliche interessant ist an diesen beiden Nachrichten im Zusammenhang, daß die Russische Föderation eine ganz klare Botschaft an Washington sendet. Bisher hatte Rußland keine einzige Küsten-Verteidigungsdivision. Rußlands Westgrenzen liegen auf dem europäischen Kontinent und im menschenleeren Osten war keine Notwendigkeit gegeben, die Küsten gegen das gegenüberliegende, ebenfalls fast menschenleere Alaska zu verteidigen. Es gibt also noch nicht einmal einen Anhaltspunkt, wie eine Küstenverteidigung im Osten aussehen soll und welchen Umfang und welche Bewaffnung vorgesehen ist. Bisher haben – aus Sowjetzeiten – Marinekräfte in der Ostsee, im arktischen Eismeer, im schwarzen Meer und im Pazifik die Verteidigung russischer Gestade wahrgenommen. Warum sollen jetzt ganze Divisionen auf dem Festland entlang der Küsten errichtet werden?

Eine Division ist ein Großverband von Landstreitkräften und in der Lage, ein Gefecht der „verbundenen Waffen“ zu führen. Das bedeutet: Infantrie, Pioniere, ABC-Abwehr, Panzer, Sanität, Raketenartillerie und Rohrartillerie … kurz, alles was man benötigt, um richtig „Zirkus“ zu machen. Nun sollen also entlang der Ostküste mehrere Divisionen aufgestellt werden.

 Chukotka, nordöstlichste Provinz Rußlands – direkt gegenüber von Alaska (Bild: Wikimedia Commons, TUBS)
Chukotka, nordöstlichste Provinz Rußlands – direkt gegenüber von Alaska (Bild: Wikimedia Commons, TUBS)

Ein Blick auf die Landkarte zeigt, daß der äußerste Nordosten Rußlands nur durch die Beringstraße von der USA getrennt ist. An seiner engsten Stelle sind die beiden Supermächte nicht einmal 90 Kilometer voneinander gtrennt. Alaska ist nur einen Steinwurf weit weg. Aber was ist in Alaska, außer Elchen, Wölfen, Bären, Rentieren und ein paar Siedlungen?

Es gibt schon ein paar nicht ganz unwichtige US-Militärbasen wie die Elmendorf Air Force Base bei Anchorage. Dort sind nicht nur die neuesten F-22 Raptor Kampfjets stationiert, die von dort aus aufsteigen können und die russischen, strategischen Bomber abfangen, sondern dort sitzt das NORAD für die Zone Alaska, das „Command of the 11th Air Army und Fort Richardson mit dem 4th Brigade Combat Team (Fallschirmjäger) der 25. Infanterie-Division.

Wie oben erwähnt, könnten die Divisionen auch mit Raketenartillerie verschiedenster Art ausgestattet werden. Der Militäranalyst Sergej Ischenko hat in einer Analyse angemerkt, daß, sollte Rußland entlang der Ostküste mobile Abschußrampen für das ballistische Kurzstrecken-Raketensystem Iskander aufstellen, die F22-Raptors der Amerikaner kaum noch die Zeit dazu haben würden aufzusteigen, und die russischen Bomber abzufangen. Wie wir ja aus den Vorfällen mit der „Donald Cook“ und anderen Demonstrationen der Russen wissen, können diese die US-amerikanische Militär-Elektronik komplett lahmlegen, und so würden wahrscheinlich auch in Alaska die Beobachtungs- und Warnposten einfach dunkel werden. „Die Besatzungen in den Militärbasen Elmendorf und Fort Richardson werden mit einem unguten Gefühl abends zu Bett gehen, so, wie in den Tagen des kalten Krieges.“ resümiert Ischenko.

Rußland macht jetzt offensichtlich genau das mit den USA, was es selbst in den letzten Jahren hinnehmen mußte: Die Militärbasen und Truppen des gegnerischen Machtblocks rücken auf die Grenzen der USA zu. Dazu gehört auch, was der Chinesische Präsident Xi Jinping auf dem G20 Gipfel in Hangzhou klarstellte: China werde seine Interessen im Südchinesischen Meer souverän und selbstbewußt verfolgen. Das Südchinesische Meer schließt sich unterhalb der Ostküste Rußlands an. Das sieht nicht allzu gut aus für die USA.

Es bleibt aber nicht bei den Küstenverteidigungs-Divisionen in Chukotka und den Küsten hinunter bis China. Die russische Luftwaffe hat zehn Luftwaffenstützpunkte in der Arktis gebaut. Die Russische Organisation für Spezialkonstuktionen (Spetsstroy) entwickelt zur Zeit die Einrichtungen für die Infrastruktur dieser Luftwaffenbasen im Hohen Norden, äußersten Osten und Sibirien für 20.000 Militärangehörige, deren Familien und Zivilangestellte des Verteidigungsministeriums.

Die Kampfjets der 10 Luftwaffenstützpunkte werden laut einem Bericht der Webseite „The National Interest“ mit der gefürchteten Vympel R-37 (Luft-Luft-Rakete) ausgestattet, die eine sehr hohe Reichweite hat und in der Lage ist, die AWACS und C4-ISTAR-Flugzeuge der Amerikaner zielgenau abzuschießen, und sich dabei in so großer Entfernung zu bewegen, daß sie für die amerikanischen Kampfjets, die die AWACS und C4-ISTARs schützen soll(t)en, unerreichbar sind. Die russischen Kampfjets können damit außerdem treffsicher auch die Auftank-Flugzeuge der Amerikaner abschießen, was bei der hochexplosiven Kerosinladung ein Entkommen der Besatzung per Schleudersitz obsolet macht. Ein Treffer verwandelt das fliegende Kerosinlager sofort in einen Feuerball.

Dazu kommen noch die Nivator KS-17 Luft-Luft-Raketen, die schon den Namen AWACS-Killer bei den Amerikanern haben, und auf eine Reichweite von 400 Kilometern sicher ihr Ziel finden. Es sind die schwersten und zerstörerischsten Luft-Luft-Raketen, die jemals gebaut wurden. Die indische Luftwaffe besitzt sie als Bewaffnung ihrer russischen SU-30MKI-Fighterjets.

Es bleibt aber nicht beim Aufrüsten gegenüber Amerikas nordwestlicher Grenze. Die russische Nachrichtenagentur TASS berichtete am 6. September, daß die Russische Föderation 1.500 Elitesoldaten, so genannte Spetsnaz, mit sofortiger Wirkung nach Bolivien entsandt hat. Dies wurde in einer Vereinbarung über militärische Zusammenarbeit zwischen der Russischen Föderation und Bolivien unterschrieben. Und unverzüglich umgesetzt. Auch hier rückt eine Vorhut – denn bei 1.500 Mann wird es nicht bleiben – näher an die Grenzen der USA. Bolivien sehe in Rußland ein verbrüdertes Land, mit dem man excellente Beziehungen pflege, ließ der bolivianische Verteidigungsminister wissen. Rußland sehe seinerseits in Bolivien einen vielversprechenden Partner, erwiderte der russische Verteidigungsminister Shoigu die Freundlichkeiten.

Hintergrund für die Bereitschaft Boliviens zur Zusammenarbeit mit Rußland ist auch die Besorgnis, Bolivien könnte das nächste Land nach Venezuela und Brasilien sein, in dem die USA Unruhen und Umstürze anzetteln wird. In Brasilien, wo Washington hinter der Entmachtung der Präsidentin Dilma Rousseff stand, kam mit dem Nachfolger Michel Temer ein Mann ins Präsidentenamt, der nach Informationen von Wikileaks über lange Jahre als Informant der US-Geheimdienste gegen sein eigenes Land arbeitete. Der Artikel führt weiterhin aus, daß Temer jetzt Goldman Sachs und den IWF ernennen wird, die brasilianische Wirtschaft zu verwalten und zu managen.

Unterstützt wurde Temer bei seinem Sturz der Präsidentin Rousseff von Senator Aloysio Nunes, der Ihre Absetzung betrieb. Nach gelungenem Unsturz reiste Nunes für drei Tage in die USA, um dort US-Regierungsvertreter zu treffen. Darunter waren auch Mitlieder des US-Senate Foreign Relations Committee, die Albright Stonebridge Group (Vorsitzende Madeleine Albright), und der ehemaligen US-Botschafter in Brasilien, Thomas Shannon. Weiter ist die jetzige US-Botschafterin in Brasilien, Liliana Ayalde, eine Frau, die laut WikiLeaks bereits in den Sturz der Regierung von Paraguay verwickelt war.

Als Grund für die massive Verstärkung seiner militärischen Anstrengungen, die offensichtlich gegen die USA gerichtet sind, führte Rußland an, das geschehe, weil die USA in der letzten Woche eines ihrer Spionageflugzeuge P8-Poseidon habe über’s Schwarze Meer fliegen lassen, das mit ausgeschaltetem Transponder einen Versucht gemacht habe, in den Luftraum der Russischen Föderation einzudringen. Es wurde von einer russischen SU-27 abgefangen. Das Pentagon beschwerte sich daraufhin sogar noch, daß der russische Fighterjet gefährliche Manöver geflogen sei und der amerikanischen Maschine bis auf 10 Fuß nahekam. Der Versuch, in den russischen Luftraum einzudringen, sei gegen alle internationalen Regeln und überdies eine Fortsetzung der unprovozierten US-Aggressionen vom 1. August, als die USA mehrere nuklearwaffenfähige, strategische Bomber entlang der russischen Nordgrenze fliegen ließ.

Kalkuliert man nun noch den Fakt mit ein, daß, wie bereits erwähnt, China offen seine Bereitschaft gezeigt hat, es mit den Amerikanern aufzunehmen, und berücksichtigt man die Bewaffnung, die China entwickelt hat, ergibt sich ein neues Bild der Weltlage.


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China hat mit seiner PL-15 Missile in den Führungsetagen der US-Militärs für Ratlosigkeit gesorgt. Die Jahrzehnte alten AIM-120 AMRAAM der US-Kampfjets können nicht mehr mithalten. „Was haben wir dagegen aufzubieten und was können wir dieser Bedrohung entgegenstellen?“ fragte Air Combat Command commander General Herbert Carlisle. Und er forderte: „Die PL-15 und die Reichweite dieser Rakete … wir müssen einfach fähig sein, diese Rakete (missile) zu übertreffen.“

Dazu kommt, daß die Chinesen mit der Chengdu J-20 einen hochmodernen, leistungsfähigen Kampfjet entwickelt haben, der über Tarnkappeneigenschaften verfügt. Die Chinesen halten die Daten zwar sehr zurück, aber den US-Militärs ist klar, daß sie es mit einem auf hohe Geschwindigkeiten optimierten Flugzeug mit sehr großer Reichweite zu tun haben. Werden diese Kampfjets mit den PL-15 Missiles bewaffnet, können die Chinesen damit sowohl amerikanische Auftank-Flugzeuge und auch Kriegsschiffe zerstören. Um aber Luftoperationen der amerikanischen F-22-Fighterjets auf dem Meer zu ermöglichen, müssen nach einem RAND-Briefing drei bis vier Auftankflugzeuge pro Stunde aufsteigen, um 2,6 Millionen Gallonen Kerosin an die Kampfjets zu liefern. Das sei auch Peking bekannt. Die Chengdu J-20 Jets brauchen nur aus sicherer Entfernung die schweren und unbeholfenen Tankflugzeuge mit der weitreichenden PL-15 wie Tontauben aus der Luft zu schießen, um die US-Luftwaffe in den Gewässern um Chinas und Rußlands Ostküsten lahmzulegen.

Würde Rußland noch seine Fähigkeit addieren, das hochgezüchtete, elektronische AEGIS-System der US-Streitkräfte einfach auszuschalten, kann sich die USA auf absehbare Zeit keinen Showdown mit China und Rußland in diser Region leisten. Ein Eindringen von Bombern tief nach China und Rußland hinein, um große Städte und wichtige Zentren durch Bombenangriffe zu zerstören, wird den Amerikanern nicht möglich sein, nicht einmal Scharmützel in den Küstengewässern vor China und Rußland. Amerika verliert gerade seine Lufthoheit über das enorm wichtige Südchinesische Meer mit seinen Welthandelsrouten. Und seinen Einfluß auf die Anrainerstaaten, die zusehen, wie der bisherige Platzhirsch gestellt und herausgefordert wird.

Umgekehrt stehen die Chancen für Rußland und China, die Amerikaner entlang ihrer Westküste auf eigenem Boden mit Luftangriffen äußerst schmerzhaft zu treffen, sehr gut. Ohne ihre elektronischen Warnsysteme, die Rußland abschalten kann, sind die Möglichkeiten der Luftabwehr eingeschränkt. Im Luftkampf sind die weitreichenden russischen und chinesischen Missiles den amerikanischen überlegen. Die Amerikaner müssen sich darauf einstellen, diesmal den Krieg im eigenen Land zu haben. Die gesamte Westküste bis weit ins Hinterland wäre betroffen. Sollte die USA die nukleare Karte ziehen, würde die direkte Antwort in mindestens einer Atombombe auf eine amerikanische Großstadt an der Westküste erfolgen. Die hier aufgezeigte Entwicklung zeigt deutlich, daß China und Rußland genau das den Amerikanern klar aufzeigen wollen und auch entschlossen sind, es durchzuführen. Die amerikanische Bevölkerung ist jedoch psychologisch auf solche grauenhaften Szenarien überhaupt nicht eingestellt. Panik würde ausbrechen und ein Sturm gegen die Regierung losgetreten. Die USA wären nicht in der Lage, so einen Krieg länger als zwei Wochen zu führen.

http://www.anonymousnews.ru/2016/09/14/russland-und-china-bereiten-krieg-auf-us-territorium-vor/

Schuldgefängnis für Kinder: Arme Jugendliche werden eingesperrt, wenn ihre Familien die Gerichtskosten nicht bezahlen können

von

Erster Bericht seiner Art findet heraus, dass Kinder (in den USA) landesweit inhaftiert werden, wenn Familien die Geldstrafen nicht bezahlen können, die ihnen gegenüber von der  Jugendgerichtsbarkeit erhoben werden.

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Viele US-Staaten sperren arme Kinder ein, deren Familien es sich nicht leisten können, Gebühren und Geldstrafen von Jugendgerichten zu bezahlen, wie ein Bericht ergab, der am Mittwoch veröffentlicht wurde, und der darauf hinausläuft, dass die Bestrafung von Kindern für die Armut ihrer Familien verfassungswidrig sein könnte.

Obwohl die zunehmende Praxis der Inhaftierung Erwachsener, die nicht in der Lage sind, Gemeindeabgaben, Gerichtsgebühren und Geldstrafen zu bezahlen, seit einigen Jahren dokumentiert wird, wie Common Dreams festgestellt hat, ist der neueste Bericht des Juvenile Law Center die erste gründliche Untersuchung dieser Praxis innerhalb der Jugendgerichtsbarkeit.

Der Bericht Debtor’s Prison for Kids? The High Cost of Fines and Fees in the Juvenile Justice System (PDF-Datei) dokumentiert die Ergebnisse einer Untersuchung von 183 Personen, die mit der Jugendgerichtsbarkeit in Berührung gekommen sind − einschließlich Rechtsanwälten, Familienmitgliedern und Erwachsenen, die als Kinder im Rahmen der Jugendgerichtsbarkeit in 41 Staaten inhaftiert wurden.

Die Autoren des Berichts entdeckten, dass sich in den meisten Staaten Gebühren und Geldstrafen auftürmen, die Kindern und ihren Familien aufgebürdet werden, wenn es ein Kind mit dem Jugendgerichtsbarkeit zu tun bekommt, und dass viele Statuten festsetzen, dass Jugendliche inhaftiert, oder auf eine andere Weise mit einer Einschränkung der Freiheit konfrontiert werden können, wenn sie nicht bezahlen.

[…] eine Großmutter hatte für ihren Enkel das Sorgerecht übernommen, aber als sie den unüberwindlichen Gebühren gegenüberstand, wurde ihr (von einem Bezirksangestellen) gesagt, dass die einzige Möglichkeit, wie sie die Zahlung vermeiden könnte, darin bestünde, das Sorgerecht [dem Staat] zu übertragen. Juvenile Law Center-Umfrageteilnehmer

Es gibt eine Vielzahl an Möglichkeiten, durch die die Jugendgerichtsbarkeit den Familien von Kindern Geldstrafen auferlegt, wie die Autoren des Berichts herausfanden, und diese Kinder dann eingesperrt werden, wenn ihre Familien zu arm sind, um die anfallenden Kosten zu bezahlen:

  • Viele Staaten bürden Familien eine monatliche Gebühr auf, deren Kinder zu einer Bewährungsstrafe verurteilt wurden. Wenn eine Familie die monatliche Gebühr nicht bezahlen kann, zählt dies als einen Verstoß gegen die Bewährungsauflagen und das Kind wird in den meisten Fällen in einer Jugendstrafanstalt eingesperrt.
  • Wenn Kinder zu einem Ablenkungsprogramm verurteilt werden, oder einem gemeindebasierten Programm, das dazu gedacht ist, sie aus dem Gewahrsam herauszuhalten und dabei zu helfen, sie wieder in ihre Gemeinschaften zu integrieren, müssen die Familien die Kosten eines solchen Programms tragen.
  • Die Familien müssen in den meisten Staaten für die gerichtlich angeordneten Beurteilungen (wie Bewertungen der psychischen Gesundheit, Tests auf sexuell übertragbare Krankheiten sowie Drogen- und Alkohol-Gutachten) aufkommen. Das Versäumnis, bestimmte Bewertungen zu erhalten, kann darin resultieren, dass das Gericht keine Gewährleistungsgarantie übernimmt, was bedeutet, dass das Kind in Jugendhaft bleibt. Oder wenn die Tests durchgeführt werden und die Familie anschließend nicht dafür bezahlen kann, zählt dies als ein Verstoß gegen die Bewährungsauflagen und das Kind wird wieder verurteilt, was eine Inhaftierung bedeuten kann.
  • Einige Urteile beinhalten einfache Geldstrafen, so wie für das Schuleschwänzen und das Versäumnis, für die Folgen der Inhaftierung des Kindes zu bezahlen. Selbst wenn Geldstrafen nicht von den Statuten vorgeschrieben sind, können sie in der Praxis als obligatorisch behandelt werden, notieren die Autoren des Berichts, indem sie die Erfahrungen eines verarmten Kindes in Arkansas schildern, dem eine 500-Dollar-Geldstrafe für Schuleschwänzen aufgebrummt wurde:

Ein Mann, der es mit der Jugendgerichtsbarkeit zu tun bekam, berichtete, dass er im Alter von 13 Jahren drei Monate lang in einer geschlossenen Einrichtung verbracht hat, weil er die Geldstrafe für’s Schuleschwänzen nicht bezahlen konnte. Er erschien ohne Anwalt oder Eltern vor Gericht und wurde weder danach gefragt, ob er bezahlen könne noch ihm die Möglichkeit eingeräumt, einen verringerten Betrag zu bezahlen. Er nahm an, dass er entweder die komplette Geldstrafe bezahlen, oder ins Gefängnis müsse. Er erklärte: Meine Gedanken waren in dieser Situation einfach darauf ausgerichtet, dass ich sowieso nichts daran ändern könnte und genauso gut meine Zeit im Gefängnis absitzen könne, weil ich kein Geld hatte und wusste, in welcher [finanziellen] Situation sich meine Mutter befand. Ich hatte kein Geld, also dachte ich, es genauso gut absitzen zu können.

  • Fast alle Staaten verlangen von den Eltern Geld für die Betreuung und Unterstützung der Jugendlichen, die es mit der Jugendgerichtsbarkeit zu tun bekommen, fügte der Reporter hinzu. Dies schließt, neben vielen anderen Kosten, Gebühren für Kost und Logis, Kleidung sowie psychische und physische Gesundheitsfürsorge ein und Zahlungsunfähigkeit […] kann dazu führen, dass den Jugendlichen die Behandlung entzogen wird, dass es als Verstoß gegen die Bewährungsauflagen eingestuft wird, oder sogar längere Gefängnisaufenthalten nach sich ziehen. (Der Bericht besagt, dass Jugendgefängnisse auch ihre eigenen, oft höheren, Preise für verschreibungspflichtige Medikamente für Kinder verlangen, was häufig in höheren Kosten resultiert, die arme Familien nicht bezahlen können und die benötigte Gesundheitsfürsorge für ihre Kinder unterbricht.)
  • In allen 50 Staaten existiert eine gesetzliche Regelung, wonach davon ausgegangen wird, dass wenn ein Kind und seine Familie sich keine Entschädigungszahlungen leisten können − d.h. eine Geldzahlung an das/die Opfer des Vergehens des Kindes, was ein weit verbreiteres Urteil von Jugendgerichten ist − das Kind mit Freiheitsentzug bestraft wird.

Jugendhaftanstalten sind oft unsicher und inhuman, wie Common Dreams berichtet hat.

Und die Geldstrafen, die von Jugendgerichten verhängt werden, sind laut des Berichts in höchstem Maße eine Belastung. Die durchschnittlichen Kosten des Jugendstrafvollzugs betragen zum Beispiel in Alameda County, Kalifornien, 2.000 Dollar pro Fall, und für junge Leute, die für längere Zeit eingesperrt werden, können die Kosten deutlich höher ausfallen.

Wenn Eltern mit einer Inhaftierung, oder zunehmender Verschuldung wegen Zahlungsunfähigkeit konfrontiert werden, haben sie sogar noch weniger Mittel, um diese für Bildung sowie Hilfe und Unterstützung ihrer Kinder auszugeben. Juvenile Law Center

Die Schulden spalten zusätzlich Familien, die ohnehin bereits mit den Auswirkungen der Armut zu kämpfen haben, wie der Bericht vermerkt:

Die Schulden verursachen als Nebeneffekt ein Zerwürfnis zwischen Eltern und ihren Kindern, sagte ein Umfrageteilnehmer, der sich erinnernt, dass ich…mit einer Familie sprach, bei der die Großmutter die Vormundschaft für ihren Enkel übernommen hatte, aber als sie mit diesen unüberwindlichen Gebühren konfrontiert wurde, wurde ihr (von einem Bezirksangestellten) mitgeteilt, dass die einzige Möglichkeit, die Zahlung zu umgehen, darin bestünde, die Vormundschaft abzugeben. Angesichts ihres geringen Einkommens, hat sie ernsthaft in Erwägung gezogen, die Vormundschaft für ihren Enkel abzugeben, was ihn zu einem Schutzbefohlenen des Staates gemacht hätte…

In einigen Fällen können die Eltern sogar selbst ins Gefängnis kommen, wenn sie die Gebühren des Jugendgerichts für ihre Kinder nicht bezahlen können. In einer Reihe von Staaten können die Eltern, genau wie die Jugendlichen, für das Nichtbezahlen entweder zivil- oder strafrechtlich zur Verantwortung gezogen werden, besagt der Bericht.

Eltern können durch die Anhäufung von Gebühren und Zinsen, die sowohl für die Bezahlung von Zivilurteilen als auch für Zahlungsversäumnisse anfallen, erhöhte finanzielle Verpflichtungen eingehen, fügen die Autoren des Berichts hinzu. Wenn Eltern Haft droht, oder sich anhäufende Schulden für Zahlungsversäumnisse, haben sie sogar noch weniger Mittel, die sie für Bildung sowie Hilfe und Unterstützung ihrer Kinder ausgeben können.

Die Autoren des Berichts merken auch an, dass eine Inhaftierung der Kinder für die Unhähigkeit ihrer Familien, die Gebühren zu entrichten, verfassungswidrig sein könnte:

Es ist bemerkenswert, dass das US-Verfassungsgericht klargestellt hat, dass eine Person nicht für ein Zahlungsversäumnis eingesperrt werden darf, wenn das Gericht nicht zuvor eine Überprüfung der Bedürftigkeit durchgeführt hat und festgesetzt hat, dass das Zahlungsversäumnis auf Vorsatz zurückzuführen war. Das Verfassungsgericht hat auch entschieden, dass Gerichte für mittelose Angeklagte alternative Maßnahmen der Bestrafung jenseits einer Inhaftierung in Betracht ziehen müssen. Nichtsdestotrotz verlangen die gesetzlichen Regelungen mancher Staaten weder Vorsatz noch Zahlungsunfähigkeit, und nur wenige begrenzen ausdrücklich eine Inhaftierung oder verbieten diese aufgrund eines Zahlungsversäumnisses.

Zusätzlich hat das Verfassungsgericht entschieden, dass Gerichte aussagekräftige Hinweise und, in angemessenen Fällen, einen Anwalt bereitstellen müssen, wenn Geldstrafen und Gebühren durchgesetzt werden. Dieses Recht ist für Kinder umso bedeutsamer, weil es ihnen sowohl an der Entwicklung von Fähigkeiten als auch an juristischem Wissen fehlt, um für sich selbst sprechen zu können.

Der Bericht fährt fort: Zwar sind weitere Forschungen nötig, jedoch legen darüber hinaus bereits existierende Studien nahe, dass Gerichtskosten, Gebühren und Geldstrafen nur beschränkte steuerliche Vorteile für Staaten und Bezirke haben (wenn überhaupt), angesichts der Schwierigkeiten, an das Geld armer Familien zu kommen und der hohen Verwaltungskosten, die bei dem Versuch aufgewendet werden müssen, um dies zu tun.

Das Juvenile Law Center beschreibt auf einer neuen Internetseite ausführlich die von Staat zu Staat variienden Gebührenrichtlinien der Jugendgerichtsbarkeit, und hebt auch die wenigen Bezirke und Staaten hervor, die versuchen, sich des Problems anzunehmen.

Letztendlich sollten der Staat und lokale politische Entscheidungsträger mehr nachhaltige und effektive Modelle zur Finanzierung des Gerichtswesens etablieren, anstatt die Kosten den Jugendlichen und ihren Familien aufzubürden, die es sich einfach nicht leisten können, sie zu bezahlen, folgert das Juvenile Law Center.

Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com

http://derwaechter.net/schuldgefaengnis-fuer-kinder-arme-jugendliche-werden-eingesperrt-wenn-ihre-familien-die-gerichtskosten-nicht-bezahlen-koennen